Warum Privatverkäufer die beste Zielgruppe sind
Wer privat inseriert, hat sich zum Verkauf entschieden, will aber die Provision sparen oder traut sich den Verkauf selbst zu. In der Praxis zeigt sich nach einigen Wochen oft, wie viel Arbeit dahintersteckt: unpassende Anfragen, Besichtigungstourismus, fehlende Unterlagen, Unsicherheit beim Preis. Ein Makler, der freundlich, kompetent und mit konkretem Mehrwert auftritt, hat hier gute Chancen.
1. Immobilienportale systematisch beobachten
ImmoScout24 und Immowelt sind die größten Portale für Wohnimmobilien in Deutschland. Gespeicherte Suchaufträge mit Filter auf private Anbieter liefern neue Inserate per Mail. Der Nachteil: Pro Portal und Objektart ein eigener Suchauftrag, viele gewerbliche Anbieter rutschen trotzdem durch, und im Team hat niemand den Überblick, wer wen schon angesprochen hat.
2. Kleinanzeigen nicht unterschätzen
Auf Kleinanzeigen inserieren besonders viele Privatleute, gerade bei Häusern im Umland, Grundstücken und Wohnungen im mittleren Preissegment. Die Inserate sind oft knapper, enthalten aber häufiger direkte Kontaktmöglichkeiten. Achte auf Hinweise wie „Makler unerwünscht“ und respektiere sie.
3. Mit Akquise-Software alles bündeln
Eine Akquise-Software wie PropHunter sammelt die neuen Privatinserate aus mehreren Portalen in einer Liste, sortiert gewerbliche Anbieter aus und erkennt Dubletten. Dazu kommen Anschreiben-Vorlagen, Wiedervorlagen und Team-Zuweisung. Das spart pro Makler schnell eine Stunde am Tag und sorgt dafür, dass kein Inserat untergeht.
4. Lokale Präsenz zeigen
- Verkaufsschilder und Referenzobjekte im Gebiet
- Hauswurfsendungen mit konkretem Nutzen, etwa aktuellen Verkaufspreisen im Viertel
- Präsenz bei Stadtteilfesten, Vereinen und lokalen Unternehmen
5. Netzwerk und Tippgeber
Hausverwaltungen, Steuerberater, Notare, Banken, Handwerker und Nachlassverwalter erfahren oft früh von Verkaufsabsichten. Ein faires Tippgeber-Modell und regelmäßiger Kontakt machen aus Bekannten verlässliche Quellen.
6. Eigene Website mit Bewertungsangebot
Eine schnelle, ehrliche Online-Bewertung auf der eigenen Website bringt Eigentümer, die über einen Verkauf nachdenken. Wichtig: lokale Inhalte, echte Referenzen und eine schnelle persönliche Rückmeldung.
7. Konsequent nachfassen
Die meisten Mandate entstehen nicht beim ersten Kontakt. Ein Inserat, das nach drei Wochen noch online ist oder im Preis gesenkt wurde, ist ein guter Anlass für eine zweite, freundliche Nachricht. Plane Wiedervorlagen fest ein, zum Beispiel nach 7, 14 und 30 Tagen.
Die richtige Ansprache
Je persönlicher und konkreter, desto besser: Bezug auf das Inserat, ein klarer Mehrwert und ein unverbindliches Angebot. Vorlagen und Beispiele findest du im Ratgeber Makler-Anschreiben an Privatverkäufer. Beachte dabei die rechtlichen Grenzen, mehr dazu unter Akquise und Recht.